Wohnmix e.V. und NABU Oldenburg helfen Schmetterlingsraupen!

Wo sind sie geblieben? Viele bunte Schmetterlinge, die in unseren Gärten Blumen und Sträucher besuchen. Manche werden sich noch erinnern, wie zahlreich die schönen Falter früher umherflatterten. Heute finden wir leider kaum noch welche, denn Schmetterlinge sind bedroht.

Sie leiden zum einen, wie viele andere Blütenbesucher auch, unter der industriellenLandwirtschaft: In der ausgeräumten Landschaft, wo Monokulturen wie Mais vorherrschen, wird das Angebot an geeigneten Futterpflanzen immer geringer. Schmetterlinge finden hier ihre artspezifischen Raupenfutterpflanzen zur Eiablage nicht mehr.

Um diese Situation zu verbessern, werden in Zusammenarbeit mit dem NABU Oldenburg in diesem Jahr Gehöze und Stauden gepflanzt, die den Raupen von veschiedenen bedrohten Schmetteringsarten Nahrung bieten.

 

Raupe eines Zitronenfalters

Dieses Projekt unter Leitung von Kristin Böhm dient dazu, Raupenfutterpflanzen an Schulen Kindergärten, gemeinnützigen Einrichtungen abzugeben und somit den Raupen der bedrohten Schmetterlingsarten, wie z.B. Zitronenfalter, Bläulinge und einige mehr, neue Lebensräume zu schaffen.


Pfauenauge auf einem Schlehenzweig


Dazu erklärt Frau Böhm: „Schmetterlinge nehmen relevante Aufgaben in verschiedenen Ökosytemen wahr. So sind sie wichtige Bestäuber, die für den Erhalt der floristischen Artenvielfalt unerlässlich sind. Weiterhin sind sowohl Falter als auch Raupen Nahrung für andere Tiere wie etwa Vögel und Fledermäuse“

Bläuling (Polyommatusbellargus)

Am Dienstag, 16. Mai, lieferte Frau Böhm ein Sortiment dieser Futterpflanzen an das Wohnprojekt Wohnmix e.V. in Osternburg. Zusammen mit Lena Drieling, die ein ökologisches Jahr beim NABU absolviert und einigen Bewohnern des Wohnprojektes wurden die Pflanzen sogleich an geeigneten Stellen im Gemeinschaftsgarten eingepflanzt.

Übergabe der Pflanzen an die Bewohner von Wohnmix e.V. v.l.: Lena Drieling, Projektleiterin Kristin Böhm, Christoph Heymer (Vorstand von Wohnmix e.V.), Hermann Tebbe (begeisterter Hobbygärtner bei Wohnmix e.V.)

Neben Weißdorn, Schlehen und Saalweiden sollen auch rankende Geißblätter bald zum Lebenraum für die nützlichen Raupen werden. Nun warten die naturliebenden Bewohner von Wohnmix gespannt auf die Ansiedlung der ersten Schmetterlingsraupen.